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Durch die individuelle Betreuung von Sport-, Dienst-, und Arbeitshunden werden Leistung, Koordination und Kondition gesteigert – sicher, nachhaltig und zuverlässig.
- Leistungssteigerung: Diagnostik, maßgeschneiderte Trainingspläne, gezielter Muskelaufbau, verbesserte Bewegungsqualität und kontrollierte Belastung.
- Koordination: Feine Propriozeption, rhythmische Bewegungsabläufe und gezieltes Gleichgewichtstraining für sichere, timing-genaue Abläufe.
- Kondition: Schrittweise Belastungssteigerung, effektive Erholung und eine belastbare Muskulatur für längere Einsätze.
- Schmerz- und Verletzungsprävention: Früh erkennbare Belastungssignale, passende Therapien und Technik-Analysen senken das Risiko.
Prävention, die sich lohnt. Regelmäßige Checks ermöglichen frühzeitige Interventionen, halten die Belastbarkeit hoch und verlängern die Einsatzfähigkeit und vorallem Gesundheit des Hundes.
Es ist mir eine Herzensangelegenheit Hund und Hundeführer zu unterstützen.
Highlights
Physiotherapeutische Behandlung eines Wolfs bei einem Filmdreh in Polen.
Ein überwältigendes Gefühl einem echten Wolf so Nah zu kommen.
Nachdem die Wolfsdame mich ein paar Tage erstmal kennenlernen durfte und sie und auch ihr Rudel Vertrauen zu mir aufgebaut hatten, konnte ich mit der manuellen Therapie starten.
Der Germanische Bärenhund hat mein Herz im Sturm erobert. Zum Zeitpunkt der Behandlung war er schon über 10 Jahre alt, ihm fehlte aber nichts, bis auf die ein oder andere Muskelverspannung. Ein sanfter Riese, der mit seiner Besitzerin sogar fleißig auf dem Hundeplatz trainiert.
Sowohl seine Größe, als auch sein Gesundheitszustand haben mich sehr beeindruckt. Doch am Allermeisten sein liebenswertes Wesen.
Viele Jahre voller Abenteuer hinterlassen Spuren in den Gelenken und Muskeln.
Es ist jedes Mal aufs Neue schön zu sehen, wie den Senioren durch individuell angepasste Behandlungen Schmerzen reduziert und mehr Bewegungsfreiheit gegeben wird, denn mehr Bewegungsfreiheit bedeutet mehr Spiel, Spazieren gehen und Kuschelzeit – mit weniger Beschwerden und mehr Lebensfreude.
Warm-up Cool-down Workshop
Erste-Hilfe am Hund
Gangbildanalyse
Gangbildanalyse beim Hund –
Präzision durch sensorische Bewegungsanalyse
Ein harmonisches, schmerzfreies Gangbild ist die Grundlage für Lebensqualität und Leistungsfähigkeit Ihres Hundes. Schon kleinste Abweichungen in der Bewegung können Hinweise auf beginnende Gelenkprobleme, muskuläre Dysbalancen oder Schmerzen geben – oft lange bevor sie mit bloßem Auge erkennbar sind.
Mit modernster sensorischer Bewegungsanalyse erfasse ich das Gangbild Ihres Hundes objektiv und detailliert. Spezielle Sensoren werden an den Gliedmaßen befestigt und messen präzise Parameter wie Schrittlänge, Schritthöhe, Bodenkontaktzeit und Kraftverteilung. Diese Daten werden anschließend ausgewertet und grafisch dargestellt – so lassen sich Asymmetrien und Belastungsunterschiede klar erkennen.
Die Analyse liefert wertvolle Informationen für:
Früherkennung von Lahmheiten oder Überlastungen
Verlaufskontrollen bei Rehabilitations- und Physiotherapie
Training und Leistungsoptimierung bei Sporthunden
Anpassung von Orthesen, Prothesen oder Bandagen
Durch diese Kombination aus moderner Sensorik und fachlicher Auswertung erhalten Sie ein präzises Bewegungsprofil Ihres Hundes – die Grundlage für gezielte Therapieentscheidungen, optimierte Trainingspläne und langfristige Gesundheit.
Bericht für "Unser Dobermann", "SV-Zeitung" und Webseite des Dobermann-Verein e.V.
Physiotherapie für Sporthunde – Mehr Leistung durch gezielte Prävention und funktionelles Training
In der Welt des Hundesports steht der Leistungsaspekt oft im Vordergrund – sei es im Gebrauchshundesport, Mondioring, Agility, Obedience, Canicross oder Flyball. Doch eine Komponente, die maßgeblich über langfristigen Erfolg und vor allem über die Gesundheit des Hundes entscheidet, wird noch zu häufig unterschätzt: die physiotherapeutische Begleitung. Physiotherapie ist längst nicht mehr nur eine Rehabilitationsmaßnahme nach Verletzungen, sondern ein essenzieller Bestandteil der Trainingsplanung und Gesundheitsprävention bei Sporthunden.
Leistungssteigerung durch Physiotherapie
Ein gesunder Bewegungsapparat ist Grundvoraussetzung für jede sportliche Leistung. Muskuläre Dysbalancen, Bewegungseinschränkungen oder kompensatorische Fehlhaltungen bleiben im regulären Training häufig unentdeckt – oft, bis es zu Leistungseinbrüchen oder Verletzungen kommt. Durch regelmäßige physiotherapeutische Behandlungen lassen sich solche Probleme frühzeitig erkennen und gezielt korrigieren.
Unter anderem Manuelle Techniken, Mobilisation, aktive und passive Bewegungstherapie, Dehnungen und myofasziale Therapie können nicht nur Schmerzen lindern, sondern die Beweglichkeit, Koordination und muskuläre Balance verbessern. Ergänzt durch gezielte Übungen kann die Leistung des Sporthundes nachhaltig gesteigert werden – auf gesunde Weise.
Prävention: Der Schlüssel zur Langlebigkeit im Sport
Ein zentrales Ziel der Physiotherapie ist die Verletzungsprävention. Gerade bei hochbelasteten Sporthunden besteht ein erhöhtes Risiko für Überlastungsschäden, Sehnenreizungen, muskuläre Probleme und Gelenkbelastungen. Durch präventive Maßnahmen lässt sich dieses Risiko signifikant reduzieren.
Zu den präventiven Ansätzen gehört die regelmäßige Überprüfung des gesamten Bewegungsapparates, einschließlich der Gelenkfunktionen, Muskelspannungen und Körperhaltung. Frühzeitig erkannte Auffälligkeiten können mit gezielten Übungen adressiert werden, bevor sie zu klinisch relevanten Problemen führen. Hier zeigt sich, dass Physiotherapie nicht erst bei der Therapie, sondern bereits in der Prophylaxe ansetzt – und das mit beeindruckender Wirkung.
Gangbildanalyse – Bewegungsmuster objektiv beurteilen
Ein zentrales diagnostisches Instrument in der physiotherapeutischen Arbeit ist die Gangbildanalyse. Sie ermöglicht es, selbst feinste Abweichungen im Bewegungsmuster zu identifizieren – sei es z. B. durch Lahmheiten, asymmetrisches Belasten, Taktfehler oder verkürzte Schrittlängen.
Durch den Einsatz von sogar sensorischer Bewegungsanalyse kann die Qualität des Gangs objektiv beurteilt werden. Diese Daten liefern wertvolle Hinweise auf Überlastungen, kompensatorische Bewegungen oder muskuläre Ungleichgewichte, die dem bloßen Auge oft entgehen. Für Sporthunde kann eine regelmäßige Gangbildanalyse den Unterschied zwischen „nur mitlaufen“ und „optimal performen“ bedeuten.
Propriozeptives Training – Körperwahrnehmung für mehr Kontrolle
Propriozeption bezeichnet die Wahrnehmung der eigenen Körperlage im Raum. Diese „innere Wahrnehmung“ ist essenziell für eine präzise Bewegungskontrolle, Trittsicherheit, schnelle Richtungswechsel und Balance – Fähigkeiten, die im Hundesport entscheidend sind.
Durch propriozeptives Training werden gezielt die tiefensensiblen Rezeptoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken stimuliert. Übungen auf instabilen und verschiedenen Untergründen, gezielte Gewichtsverlagerungen oder taktile Reize fördern die neuromuskuläre Ansteuerung und verbessern die Stabilität und Körperkontrolle. Dies schützt vor Verletzungen und erhöht die Effizienz der Bewegungen – ein echter Leistungsbooster im Sportalltag.
Isometrische Übungen – Muskelkraft ohne Bewegung
Ein oft unterschätztes, aber enorm effektives Element im physiotherapeutischen Trainingsplan sind isometrische Übungen. Dabei wird Muskelkraft aufgebaut, ohne dass es zu einer Gelenkbelastung und -bewegung kommt. Die Muskulatur arbeitet gegen einen Widerstand (z. B. durch Körpergewicht, gezielten Druck oder Fixierung), wodurch Kraft und Haltefähigkeit gezielt trainiert werden.
Besonders in der Stabilisierung der Kernmuskulatur – also der rumpfnahen Muskulatur – sind isometrische Übungen kaum zu ersetzen. Sie bilden die Grundlage für kontrollierte, kraftvolle Bewegungen in allen Sportdisziplinen und sind auch während Rehabilitationsphasen oder bei altersbedingten Einschränkungen eine sichere Trainingsform.
Früh übt sich – gezielte Förderung von Welpen und Junghunden
Die physiotherapeutische Betreuung kann und sollte bereits im jungen Alter beginnen. Während der sensiblen Wachstumsphasen lassen sich motorische Fähigkeiten besonders effektiv fördern – immer alters- und entwicklungsentsprechend.
Altersgerechte Übungen für Welpen und Junghunde zielen auf die Schulung der Koordination, das Erlernen von Körperbewusstsein und die Förderung einer physiologischen Muskelentwicklung ab. Kleine Balanceübungen, kontrolliertes Übersteigen von niedrigen Hindernissen, Übungen zur Gewichtsverlagerung und sanfte Beweglichkeitstrainings legen den Grundstein für einen gesunden und leistungsfähigen Sporthund.
Wichtig ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Hundeführer und Physiotherapeut, um Überforderung zu vermeiden und einen langfristig stabilen Bewegungsapparat aufzubauen.
Sprungtechniken – Technik schlägt Kraft
Im Hundesport sind Sprünge unvermeidbar. Doch falsch erlernte oder schlecht ausgeführte Sprungtechniken bergen ein erhebliches Verletzungsrisiko, insbesondere für Schultern, Karpalgelenke und die Wirbelsäule.
Ein physiotherapeutisch begleitetes Techniktraining analysiert die Sprungmechanik des Hundes und optimiert Anlauf, Absprung, Flugphase und Landung. Ziel ist ein ökonomischer Bewegungsablauf mit möglichst geringer Belastung der Gelenke und maximaler Kontrolle. Ergänzend werden Muskulatur, Flexibilität und Rumpfstabilität so trainiert, dass der Hund die mechanischen Anforderungen des Sprunges souverän bewältigen kann.
Dabei zeigt sich: Nicht die Sprunghöhe allein entscheidet über den Erfolg, sondern die Qualität der Bewegungsausführung. Physiotherapie liefert hierfür das Handwerkszeug.
Ganzheitlich denken – nachhaltig trainieren
Physiotherapie für Sporthunde ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für ambitionierte Hundesportler. Sie verbindet Gesundheitsprävention, Leistungssteigerung und funktionelles Training auf höchstem Niveau – individuell angepasst an die Bedürfnisse des einzelnen Hundes.
Durch regelmäßige physiotherapeutische Betreuung lassen sich nicht nur akute Probleme vermeiden, sondern das volle Potential des Hundes ausschöpfen – auf gesunde, nachhaltige Weise. Wer heute in die physiotherapeutische Begleitung investiert, sichert sich die Leistungsfähigkeit seines vierbeinigen Sportpartners von morgen.
Gezieltes Warm-up und Cool-down – Schlüssel zur Leistungssteigerung und Verletzungsprävention bei Sporthunden
Der Hundesport ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil des Lebens vieler Hunde und ihrer Besitzer und die Anforderungen an die sportliche Leistungsfähigkeit eines Hundes sind hoch. Was jedoch oft übersehen wird, ist die Notwendigkeit eines gezielten Warm-ups und Cool-downs vor und nach intensiven Trainingseinheiten oder Wettkämpfen. Diese beiden Phasen sind nicht nur wichtig für die körperliche Gesundheit des Hundes, sondern tragen auch maßgeblich zur Leistungssteigerung bei und helfen, Verletzungen vorzubeugen.
Warum ist ein Warm-up so wichtig?
Das Warm-up bereitet den Hund auf die bevorstehende körperliche Belastung vor. Ziel ist es, die Muskulatur auf Betriebstemperatur zu bringen, die Gelenke zu mobilisieren und die Durchblutung zu fördern. Wenn die Muskeln und das Bindegewebe aufgewärmt sind, kann sich der Hund schneller und effizienter bewegen, wodurch die Leistungsfähigkeit steigt und das Verletzungsrisiko sinkt.
Muskelerwärmung beim Warm-up
Durch gezielte, sanfte Bewegungsübungen wird die Muskulatur des Hundes aktiviert und der Blutfluss erhöht. Dies führt zu einer besseren Sauerstoffversorgung der Muskeln, was wiederum die Leistungsfähigkeit und Ausdauer steigert. Ohne eine adäquate Erwärmung läuft der Hund Gefahr, dass Muskeln, Sehnen und Bänder nicht optimal durchblutet und auf die Belastung vorbereitet sind, was zu Muskelverspannungen, Zerrungen oder sogar schwerwiegenden Verletzungen führen kann.
Eine Erhöhung von 1°C der Muskeltemperatur führt zu 2-5% mehr Muskelkraft. Die Normaltemperatur eines „kalten“ Muskels beträgt im Durchschnitt 37-39°C, ein aufgewärmter Muskel bringt etwa eine Temperatur von 41°C auf.
Um die Bedeutung des Warm-ups zu verstehen, ist es wichtig, die Muskeln und deren Funktion bei sportlichen Belastungen zu kennen. Zu den wichtigsten Muskeln gehören:
• M. biceps femoris (Oberschenkelmuskulatur): Dieser Muskel ist maßgeblich an der Streckung des Hüftgelenks und der Beugung des Knies beteiligt.
• M. quadriceps femoris (Oberschenkelstrecker): Der Quadrizeps stabilisiert das Knie und ist entscheidend für die Sprungkraft und die Antriebsphase bei schnellen Sprints.
• M. gluteus medius und M. gluteus maximus (Gesäßmuskulatur): Diese Muskeln sind essenziell für die Stabilität des Hüftgelenks und den Antrieb bei Bewegungen wie Sprüngen oder schnellen Richtungswechseln.
• M. infraspinatus und M. supraspinatus (Schultermuskeln): Diese Muskeln sind in der Hundephysiotherapie besonders wichtig, da sie häufig bei Sporthunden durch die wiederholte Belastung bei Drehbewegungen oder Sprüngen beansprucht werden.
• M. latissimus dorsi (Breitester Rückenmuskel): Dieser Muskel ist für die Stabilisierung der Wirbelsäule und die Kraftübertragung von der hinteren in die vordere Körperhälfte wichtig, besonders bei Belastungen im schnellen Lauf oder bei Richtungswechseln.
Cool-down – Schadstoffe ausleiten und Regeneration fördern
Nach einer intensiven Trainingseinheit oder einem Wettkampf ist das Cool-down von ebenso großer Bedeutung wie das Warm-up. Das Cool-down hilft dabei, die Muskeln nach der Belastung zu entspannen, die Durchblutung zu fördern und die Ausscheidung von Laktat (Milchsäure) sowie anderen Stoffwechselprodukten zu beschleunigen.
Ausleiten der Schadstoffe beim Cool-down
Während des Trainings entstehen in den Muskeln „Abfallprodukte“ wie Milchsäure und Harnsäure, die bei unzureichendem Auslassen einer Erholungsphase zu Muskelsteifheit und Verspannungen führen können. Ein gezieltes Cool-down sorgt dafür, dass diese Stoffwechselprodukte schneller aus den Muskeln abtransportiert werden. Gleichzeitig bleibt der Blutfluss auf einem moderaten Niveau.
Ist das Training beendet, sollte also unbedingt ein Cool-down erfolgen, da dies die Regeneration enorm fördert und dem Hund auch hilft sein Erregungslevel stetig herunter zu fahren und zur Ruhe zu finden.
Eine allmähliche Senkung der Muskeltemperatur ist wichtig, deshalb sollte das Cool-down langsam und abklingend in der Intensität erfolgen.
Häufige Verletzungen bei Sporthunden und wie man ihnen vorbeugt
Bei Sporthunden treten häufig folgende Verletzungen auf:
• Zerrungen und Muskelfaserrisse: Besonders in der Oberschenkelmuskulatur (M. biceps femoris) und den Adduktoren sind Zerrungen aufgrund von unzureichender Erwärmung oder abrupten Bewegungen keine Seltenheit.
• Sehnenentzündungen (z. B. Sehnen des M. flexor carpi radialis): Diese entstehen durch Überlastung und häufige repetitive Bewegungen, besonders bei schnellen Stopps und Richtungswechseln.
• Bänderrisse oder -zerrungen: Häufig bei abrupten Bewegungsänderungen und plötzlichen Sprüngen, vor allem in den Sprunggelenken oder dem Kreuzbandbereich.
• Gelenkprobleme: Besonders die Hüft- und Ellbogengelenke sind durch ständige Belastungen in der Hundeathletik gefährdet, was langfristig zu Degeneration oder Gelenkproblemen führen kann.
Ein gezieltes Warm-up und Cool-down beugt diesen Verletzungen vor, indem die Muskulatur auf die Belastung vorbereitet und die Regeneration unterstützt wird. Darüber hinaus sind regelmäßige physiotherapeutische Kontrollen und gezielte Kräftigungsübungen zur Unterstützung der Gelenke und Sehnen sinnvoll, um die Verletzungsgefahr langfristig zu minimieren.
Somit tragen Warm-up und Cool-down essenziell zum Erfolg und zur Erhaltung der Gesundheit eines Sporthundes.
Sie steigern nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern tragen maßgeblich zur Verletzungsprävention und schnelleren Regeneration bei. Die richtige Vorbereitung und Erholung sind daher genauso wichtig wie das eigentliche Training.
Durch die gezielte Erwärmung und das Ausleiten von Stoffwechselprodukten nach dem Training kann der Hund seine Leistungsfähigkeit langfristig steigern und Verletzungen vorbeugen. Es ist daher unerlässlich, diese beiden Phasen in jede Trainingsroutine zu integrieren, um die Gesundheit und das Wohlbefinden des Sporthundes zu fördern.
Ausgleichende Übungen für Sporthunde – Die Grundlage für eine nachhaltige Leistungsfähigkeit
In der Welt des Hundesports sind Leistung, Ausdauer und Schnelligkeit entscheidend, um erfolgreich zu sein. Doch für einen Sporthund ist es nicht nur wichtig, die bestmögliche Leistung zu erbringen, sondern auch, dass der Körper im Gleichgewicht bleibt, um Verletzungen zu vermeiden und die Lebensqualität zu sichern. Eine Schlüsselrolle spielen hier ausgleichende Übungen und Maßnahmen, die den Bewegungsapparat stabilisieren, muskuläre Dysbalancen korrigieren und die Bewegungskoordination fördern. Diese Übungen sind daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Trainingsroutine jedes Sporthundes.
Warum sind ausgleichende Übungen so wichtig?
Ein wichtiger Aspekt in der physiotherapeutischen Betreuung von Sporthunden ist die präventive Verletzungsprophylaxe. Sportliche Aktivitäten, die sich immer wiederholen, führen zu einseitigen Belastungen, die muskuläre Dysbalancen begünstigen und letztlich zu Verletzungen führen können.
Sporthunde, die regelmäßig hohen Belastungen ausgesetzt sind, neigen zu muskulären Dysbalancen, Verspannungen und Überlastungen. Während einseitige Bewegungen wie ständige Sprints, Sprünge oder Drehungen spezifische Muskelgruppen intensiv beanspruchen, kommen andere Muskeln zu kurz. Dies führt zu muskulären Ungleichgewichten, die langfristig zu Schmerzen und Verletzungen führen können.
Ausgleichende Übungen sind gezielt darauf ausgelegt, diese Dysbalancen zu korrigieren, die Kraft und Beweglichkeit zu fördern und die Gesamtstabilität des Körpers zu verbessern. Sie steigern die Koordination und das Körperbewusstsein des Hundes und tragen dazu bei, die Muskulatur rund um die Gelenke gleichmäßig zu entwickeln.
Ausgleichende Übungen tragen dazu bei, die Muskulatur gleichmäßig zu entwickeln und die Gelenke zu stabilisieren. Ein ausgeglichener Muskelaufbau, verbunden mit der Förderung der Flexibilität, trägt nicht nur zur Leistungssteigerung bei, sondern hilft auch, langfristige Schäden zu verhindern.
Der Fokus sollte auf den systematischen Ansatz zur Vermeidung von Überlastungsschäden und die Förderung der Bewegungsfunktionalität liegen. Eine gezielte Muskelkräftigung und Stabilisation der Gelenke ist essenziell, um das Risiko von Verletzungen zu minimieren.
1. Gezielte Kräftigungsübungen für die Rumpf- und Beckenmuskulatur, die als Fundament für eine stabile Bewegung dienen. Ein stabile Rumpfmuskulatur verbessert die Kraftübertragung und schützt vor Überlastungen in den Gliedmaßen.
2. Aktive Dehnungsübungen zur Verbesserung der Flexibilität der Muskeln, insbesondere der Oberschenkelmuskulatur und der Rückenmuskeln, die oft durch sportliche Belastung zu Verspannungen neigen.
3. Mobilisation der Gelenke, um Steifheit zu vermeiden und die Beweglichkeit zu fördern.
4. Propriozeptives Training, um die Tiefensensibilität und das Körperbewusstsein zu stärken.
Kraftaufbau durch gezielte Übungen
Eine kräftige Muskulatur ist die Basis der gesunden Bewegung. Es ist fundamental die Muskulatur rund um die wichtigen Gelenke zu stärken.
Rumpfmuskulatur (z.B. M. rectus abdominis und die Muskelgruppe des M. erector spinae)
Hüftmuskulatur (z. B. M. gluteus medius und M. iliopsoas)
Oberschenkelmuskulatur (z. B. M. quadriceps femoris und M. biceps femoris)
Koordinations- und Gleichgewichtsübungen
Der M. latissimus dorsi, der eine entscheidende Rolle unter anderem bei der Bewegungskoordination spielt, kann durch gezielte Übungen gestärkt werden, die auf Balance und Gleichgewicht ausgerichtet sind. Diese Übungen fördern die Fähigkeit des Hundes stabil zu bleiben.
Propriorezeptives Training und Balanceübungen
Diese aktivieren nicht nur die stabilisierende Muskulatur, sondern Verbessern auch die die Wahrnehmung des Körpers im Raum, sowie die Trittsicherheit.
Dehnung und Flexibilität
Regelmäßiges dehnen, vor allem der Beugemuskulatur der Hintergliedmaßen (z. B. M. flexor digitorum profundus), der Glutealmuskulatur (z. B. M. gluteus medis und superficialis) und die lange Hals- und Rückenmuskulatur (z. B. M. splenius) trägt dazu bei eine optimale Bewegungsfreiheit zu gewährleisten und Verletzungen durch Verkürzungen zu vermeiden.
Dehnübungen können auch die Muskelspannung reduzieren und den Blutkreislauf fördern, was die Regeneration nach intensiven Trainingseinheiten unterstützt.
Hierbei eignet sich das aktive Dehnen, hierbei arbeitet der Hund mit spezifischen Übungen selbst Stück für Stück in die Dehnung.
Zusammenfassend lässt sich also sagen
Aus der Perspektive der Hundephysiotherapie bietet der Hundesport eine disziplinübergreifende Belastungslandschaft, in der gezielte Prävention, regelmäßige therapeutische Interventionen und sorgfältig geplante Warm-up-/Cool-down-Phasen die Leistung steigern und Verletzungen reduzieren können.
Eine ganzheitliche Herangehensweise, die muskuläre Gleichgewichte, Gelenkgesundheit, Propriozeption und Regeneration in den Vordergrund stellt, ist unerlässlich, um die langfristige Gesundheit der Sporthunde sicherzustellen und die Leistungsfähigkeit nachhaltig zu maximieren.
Autorin: Miriam Traunfelder
Physiotherapie und Osteopathie mit Spezialisierung auf Sport-, Dienst-, und Arbeitshunde
Psychosomatik
Hunde-Sportwissenschaften
Tiermedizinische Fachangestellte





















